parkcon - Parkdach Parkhaus Tiefgarage

Parkdach

Parkdachbau mit hochwertigem Beton-Belag

Als Sachkundige Planer projektieren, planen, koordinieren und überwachen wir bundesweit Parkdachprojekte, ganzheitlich von der Ausschreibung bis hin zur Abnahme und Übergabe.  Gleichzeitig koordinieren wir dabei, als sachkundige Betoningenieure (VDB), vom Entwurf der Parkdachbetone, über die Transport- und Förderwegekonzepte, den Einbaukonzepten der Betone, deren Überwachungen (ÜK1) und Dokumentationen gemeinsam mit den ausführenden Unternehmen und den Transport-betonwerken vor Ort. Gemeinsam mit den jeweiligen Projektteams sichern wir, seit über einem Jahrzehnt, damit die Betonbauqualitäten (BBQ) und deren Dauerhaftigkeit.

Parkdächer werden in der Regel auf flachen Dachdecken von Gebäuden angeordnet, um zusätzlichen Parkraum zu gewinnen. Zum Schutz vor schädlichen Einflüssen an der Gebäudehülle und zur Nutzbarkeit der unterhalb der Dachdecke befindlichen Räumlichkeiten wird auf der Dachdecke eine Flächenabdichtung (DIN 18532 Teile 1-6;2017-07) aufgebracht. Ebenso zur Nutzbarkeit und einer dazugehörigen Beheizung der Räumlichkeiten unterhalb wird als Wärmeschutz (Gebäude-Energie-Gesetz, kurz GEG) eine Wärmedämmung aufgebracht.

Parkdach Frankfurt Schillerschule streetcon 4.0 von oben

Zur Sicherstellung eines dauerhaften Feuchtigkeitsschutz und einer dauerhaften Funktion des Wärmeschutzes wird als Schutzschicht ein Ortbeton-Fahrbahnbelag, auf einer Trenn- und Gleitschicht, oberhalb des Dachaufbaus, aus Ortbetonen aufgebracht. Die Betontechnologie der Parkdachbetone wird dabei für die speziellen Anforderungen wie u.a. einer weichen Bettung, entsprechend den Vorgaben der DIN EN 206 (vgl. DIN 18532-2:2017-07) entworfen. Der Ortbeton-Fahrbahnbelag selbst wird dazu in ein Fugenraster eingeteilt und in einer mittleren Belagsstärke von 120mm (Pkw, Nutzklasse N3-V) hergestellt. Der erforderliche Fugenabstand im Betonbelag wird u.a. aus den zu erwartenden thermischen Anforderungen in der Umgebung entsprechend ermittelt. Die Fugenabstellung erfolgt mittels systemabhängiger Hilfskonstruktionen, diese stellt auch gleichzeitig den Kantenschutz für die Betonplatten dar. Zu einer ordentlichen Entwässerung der Parkdachflächen werden bereits im darunter liegenden Dachaufbau Hoch- und Tiefpunkte und Dachabläufe ausgebildet. Dabei ist ein min. 2,5% Gefälle an der Betonoberfläche und Betonunterseite sicherzustellen. Es ist dabei besonders auf eine Unterflächenentwässerung zu achten, um die Betonplatten vor Frostschäden an den Unterseiten zu schützen. Die Betonoberflächen selbst müssen eine ausreichende Rutschhemmung und Griffigkeit haben.

Parkdachbau - Besenstrich

Betonfahrbahnbeläge auf Parkdächern (Überfahrten) haben zunächst keine direkte, tragwerksrelevante Funktion in der Statik der Tragwerkskonstruktion eines Gebäudes. Der Betonbelag muss allerdings die Funktion einer Schutzschicht für die darunterliegende Gebäudeabdichtung und Wärmedämmung dauerhaft erfüllen, welche wiederum den Schutz der Tragwerkskonstruktion vor schädigen Einflüssen dauerhaft sicherstellen müssen.

Bei Winterdiensten auf dem Parkdächern kommen Tausalze häufig und äußerst intensiv zum Einsatz, aufgeschobene, tausalz-angereicherte Schneeberge intensivieren die Beanspruchung für den Betonbelag zudem erheblich. Wassergelöste Chloride aus den Tausalzen können bei dem Erreichen des Bewehrungsstahls im Betonfahrbahnbelag eine Bewehrungskorrosion auslösen und bei Querschnittsverlusten am Stahl die Tragfähigkeit eines Betonbelages erheblich einschränken. 

Es handelt sich dabei um Lochfraßkorrosionen und/oder Muldenkorrosionen am Bewehrungsstahl. Diese Korrosionsform am Stahl ist, im Gegensatz zu einer Karbonatisierungskorrosion, nicht expansiv und insofern von außen am Betonbauteil nicht durch Risse oder Abplatzungen am Beton erkennbar.

Durch Folgeschäden wie z.B. Eckabbrüche am Betonfahrbahnbelag kann die, unter dem Betonbelag befindliche, Gebäudeabdichtung erheblich, in Verbindung mit dem Lasteintrag aus der Befahrung, beschädigt und undicht werden.

In der Folge kann bei Undichtigkeiten und Unterläufigkeiten im Dachaufbau chloridhaltiges Wasser über die Undichtigkeiten an die Tragwerks-Konstruktion des Gebäudes gelangen und dort in die Betonkonstruktion eindringen.

Erreichen dort die Chloride den Bewehrungsstahls in der Tragwerks-Konstruktion können auch hier die, in wassergelösten, Chloride unmittelbar eine Bewehrungskorrosionen auslösen. Bei Undichtigkeiten in der Abdichtung geht auch gleichzeitig immer der Wärmeschutz durch nasse Dämmungen verloren.

Es muss zudem dauerhaft sichergestellt werden das Kräfte und Verformungen aus dem Betonfahrbahnbelag nicht auf die Abdichtung der Gebäudehülle übertragen werden, da diese die Abdichtungen schädigen können.

Ein Parkdachaufbau muss neben den Schutzzielen auch selbst dauerhaft höchsten thermischen, mechanischen und chemischen Beanspruchungen widerstehen:

  • Verschleiß aus hohen Verkehrsbelastungen, Bremskräfte
  • Hitze, Regen, Sturm, Schnee, Frost
  • Tausalzangriff, Schneeberge, mechanischen Verschleiß
  • Benzin, Diesel, Öle
  • Feuer

Der Schutz der Tragwerkskonstruktion vor schädigenden Einflüssen wie z.B. Chlorideinträge, sind Schutzziele der Bauordnungen und Regelwerke, die es zu erfüllen gilt und dauerhaft sicherzustellen sind.

Ob in der Instandsetzung oder dem Neubau, ein Parkdach ist ein hoch anspruchsvolles und in sich komplexes Bauteil, welches wesentliche Schutzfunktionen im Gesamtgebäude zum Erhalt der Dauerhaftigkeit zu erfüllen hat und damit einer ganzheitlichen, sachkundigen Fachplanung und Bauüberwachung der Bauausführung bedarf.

Fachartikel Pausenhof Schillerschule, Frankfurt a.M., streetcon Belagssystem
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Parkdeck

Ebenen in Parkhaus und Tiefgarage
parkcon - Parkdeck Campus Emilie Detmold

Parkdeck werden in der Regel die einzelnen Parkebenen in Parkhäusern und mehrgeschossigen Tiefgaragen genannt. 

Unterschieden werden Parkdecks nach ihrer Ausführungsvariante der Nutzschicht:

  • direkt befahrene Betondecken
  • Beschichtungssysteme
  • Gussasphaltbelagssysteme

Auf die Einhaltung der zulässigen Fahrgeschwindigkeiten in Parkhäusern sollte ein besonderes Augenmerk gelegt werden und gegebenenfalls geschwindigkeitsreduzierende Baumaßnahmen ergriffen werden.

Besonders lange und gerade Fahrstrecken in Verbindung mit persönlichem Leidensdruck (z.B. Dienstbeginn, etc.) verleiten gerne zum Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten im Parkhaus.

Die im statischen Nachweis eines Parkraumes bemessenen Geschwindigkeiten liegen in der Regel zwischen 10 km/h und 30 km/h. Dauerhafte, gegenüber der Festlegung im statischen Nachweis, höhere Fahrgeschwindigkeiten können zu Schäden an den Nutzschichten, und damit langfristig auch an der Baukonstruktion, führen.

Baumaßnahmen verhindern überhöhte Geschwindigkeit

Auch die möglichen Anpralllasten an Außenbrüstungen sind begrenzt und werden in der Regel an die zulässigen Fahrgeschwindigkeiten angepasst.

Ein Aufprall auf die Außenbrüstung eines Parkhauses mit überhöhter Geschwindigkeit kann im schlimmsten Fall einen Durchbruch und den Absturz des Fahrzeuges zur Folge haben. Ein Fahrzeug dreht sich, bedingt durch den schweren Motorblock, bei einem Absturz um die eigene Achse und landet auf dem mit nur wenig Sicherheit ausgerüsteten Dach.

Solche Fahrzeugabstürze aus Parkhäusern bedeuten immer eine Gefahr für Leib und Leben der Fahrzeuginsassen.

parkcon - Parkdeck - auf die Fahrgeschwindigkeit achten

Parkhausbau

Viele Stellplätze auf relativ kleiner Grundfläche

Der Parkhausbau ermöglicht viele Stellplätze auf einer relativ kleinen Grundfläche. Parkhäuser werden heute überall an Einkaufszentren, Flughäfen, Bahnhöfen, Autofabriken, Krankenhäuser, etc. gebraucht und gebaut. In sogenannten Ballungszentren mit immer knapper werdenden freien Bauflächen werden Parkhäuser gebaut, um den Straßenraum von ruhendem Verkehr zu entlasten. Ein Parkhaus ist ein meist mehrstöckiges Gebäude das über der Erdgleiche gebaut wird, in dem sich Parkräume für Pkw´s und Motorräder befinden.

parkcon - Parkhausbau Mercedes Benz Arena

Die Zufahrten zu den Parkräumen im Parkhaus erfolgen über Rampen, Spindelrampen, Autoaufzüge oder dem platzsparenden D’ Humy-System, auch Split Level genannt. 

Bei dem D‘ Humy-System (seit 1918) sind die Parkebenen jeweils um eine halbe Geschosshöhe so versetzt dass die Parkebenen bequem über innenliegende Halbrampen erreicht werden.

parkcon - Parkhausbau - D'Humy System
D´Humy System

In vielen deutschen Städten sind Parkhäuser mit Belegungs-Erkennungs-Systemen ausgerüstet, diese melden freie verfügbare Parkplätze an innerstädtische Parkleitsysteme.

In modernen Parkhäusern gibt es speziell für Frauen und Familien reservierte Parkplätze. Diese sollten sich an gut einsehbaren Stellen befinden, in der Nähe des Sicherheitspersonals eingerichtet, oder mit Videokameras überwacht sein.

In Deutschland werden die meisten Parkhäuser von auf den Parkbetrieb spezialisierten Unternehmen betrieben und unterhalten.

Tiefgarage

Tiefgaragen sparen hohe Grundstückskosten
parkcon - Tiefgarage Bau + Instandsetzung

Tiefgaragen sind Abstellräume für Fahrzeuge unterhalb der Erdoberfläche. Man versteht im allgemeinen Sprachgebrauch unter einer Tiefgarage einen, mit einer Vielzahl an Parkplätzen ausgestatteten, unterirdischen Parkraum.

Unterhalb von genutzten Gebäuden und Hochgaragen (Parkhaus) werden gerne Tiefgaragen erstellt, um hohe Grundstückskosten und Kosten für notwendige Ersatzstellflächen für Fahrzeuge oberhalb der Erdoberfläche zu vermeiden.

In modernen Tiefgaragen gibt es spezielle frauen- und familienfreundliche Parkplätze. Diese Parkplätze sollten an gut überschaubaren hellen Orten oder in der Nähe von Treppenhäusern, Aufzügen und des Sicherheitspersonals angeordnet sein und mit einer Videoüberwachung ausgerüstet werden.

Besonderes Augenmerk sollte bei der Baukonstruktion auf die dauerhafte Dichtigkeit der Gebäudeaußenhülle der Tiefgarage gelegt werden. Entsprechend des Belastungsfalls  müssen hier durchgängige Abdichtungssysteme (schwarze Wanne) oder dichte Baukonstruktionen (weiße Wanne) vorgesehen werden. 

Eine frei bewitterte Tiefgaragen-Dachdecke muss oberseitig ebenso abgedichtet und entsprechend der Nutzung mit Schutzschichten (siehe auch Parkdach) abgedeckt werden. In der jeweiligen Garagenverordnung (LBO) eines Bundeslandes sind die baulichen Anforderungen an eine Tiefgarage geregelt.

Zur Vermeidung einer zu hohen Kohlenmonoxidbelastung sollen Be- und Entlüftungsanlagen vorgesehen werden. Es ist in der Regel eine Brandmeldeanlage und eine Sprinkleranlage gefordert und der schnelle Abzug der Rauchgase ist über spezielle Rauchabzüge zu gewährleisten.

Die Fluchtwege sollen deutlich ausgeschildert sein, eine Beleuchtung die auch im Notfall über Einzel- oder Zentral- Batteriebetrieb funktioniert, ist vorzusehen. Ebenso ist für Fluchtwege und Treppenhäuser eine Notbeleuchtung erforderlich.

Aufzüge werden an die Brandmeldeanlage angeschlossen und sind mit einer Notfallsteuerung und einer Gegensprechanlage für den Brandfall ausgerüstet.

Tiefgaragen-Stellplätze

Parkhaus Instandsetzung

Dunkle, kalte Tiefgaragenebenen, herabblätternder Wandputz und nicht zu letzt Schäden an der Bausubstanz – es gibt viele Gründe, die eine Parkraumsanierung notwendig machen.

Tiefgaragen und Parkhäuser sind starken Kohlendioxidbelastungen und winterlichem Tausalzeintrag ausgesetzt, wodurch die Betonflächen häufig hohe Chloridbelastungen aufweisen und folglich Rost die Bewehrung angreift. An statisch markanten Bauteilen kann das zu gefährlichen Standsicherheitsrisiken führen.

parkcon - Parkhaus Instandsetzung
parkcon + voplan - Parkraum Sanierung

Um das gesamte Schadenausmaß zu überblicken und ein geeignetes Instandsetzungskonzept zu entwickeln, arbeiten wir mit modernster digitaler Technik bei der Bauwerksuntersuchung.

Langjährige Erfahrungen mit allen Instandsetzungsprinzipien bis hin zu den verschiedenen Möglichkeiten des Kathodischen Korrosionsschutzes geben die Sicherheit, immer die individuell optimale Lösung für ein Projekt zu entwickeln – von der Planung bis zur Überwachung der Instandsetzungsmaßnahmen. Wir gestalten den Parkraum, sorgen für mehr Wirtschaftlichkeit und betreuen ihr Parkhaus weiterhin, damit es auch in Zukunft attraktiv bleibt.